Bad Oeynhausen wird fahrradfreundlich... bald

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21.11.2009
 
Mehr Handlungsspielräume zur Förderung des Radverkehrs durch die neue StVO

Am Mittwochabend war ich auf dem Campus Minden der Fachhochschule Bielefeld und habe einen Vortrag von Herrn Dankmar Alrutz (PGV Hannover) zum Thema "Mehr Handlungsspielräume zur Förderung des Radverkehrs durch die neue StVO" verfolgt. Eingeladen waren "alle Personen, die sich für das Thema 'Radverkehr' interessieren" und ich war in meiner Eigenschaft als Aktiver des ADFC in Bad Oeynhausen dort. Neben einigen anderen ADFClern schienen auch ein paar Mitarbeiter der Verwaltung der Stadt Minden anwesend zu sein, nebst dem dortigen Fahrradbeauftragten - welcher auch die Einladung ausgesprochen hat. Leider konnte unser Fahrradbeauftragter nicht zu der Veranstaltung kommen, ich habe ihn jedenfalls nicht entdeckt.

Herr Alrutz ging nach einer kurzen Einleitung im wesentlichen auf die Änderungen der neuen StVO im Vergleich zu der von 1997 ein und erläuterte einige Ergänzungen der neuen ERA (die hoffentlich nächstes Jahr heraus kommt) im Hinblick auf deren positive Auswirkungen für Radfahrer - die ich leider noch nicht alle durchschaut habe.

So wird es in Zukunft z.B. möglich sein, für "linke Radwege" ein "Radwege frei" vorzugeben. Dadurch darf ein Radfahrer auf einem linken Radweg fahren, muß es aber nicht. Welchen Vorteil sowas haben soll, ist mir noch nicht ganz klar. Wahrscheinlich gibt es noch nicht genügend Unfälle an Einmündungen. Und in diesen Fällen wird die Polizei ja auch nicht müde, fortwährend zu wiederholen, sofern sich der Radfahrer dort widerrechtlich in der falschen Richtung fortbewegt hat. Zukünftig werden wir also vielfach diese Schilder vorfinden, welche dem Autofahrer auf der Fahrbahn (fälschlicherweise!) suggerieren, dass der Radfahrer doch auf dem Hochbord fahren soll und der querende Kraftverkehr an noch mehr Stellen auf "unerwartete" Radler von rechts achten muß. Tolle Verbesserung!

Weiterhin soll es Erleichterungen für die Einrichtung von Fahrradstraßen geben. Welche das sind, wurde nicht erwähnt. Aber schön, dass es so ist. Ich habe das in Bad Oeynhausen ja auch vor. Und endlich ist auch die ERA in der StVO ausdrücklich erwähnt und stellt somit mehr als nur ein Zettelwerk dar. Das ist von den Verwaltungen zukünftig bitte verbindlich zu beachten. Z.B. auch das sehr interessante Diagramm, in welchem man sehr schön die KFZ-Zahlen pro Stunde zu einer Anordnung einer Benutzungspflicht sortiert hatte. Bei bis zu ca. 9.500 KFZ/Tag bei 50km/h ist ein Mischverkehr auf der Fahrbahn der Regelfall. Selbst bei bis zu 1.000 KFZ/Stunde und 50km/h ist eine Benutzungspflicht nicht angeraten. Hier kann man z.B. über nicht benutzungspflichtige Radwege nachdenken oder den Gehweg für Radfahrer freigeben. Aber der Radfahrer sollte weiterhin auf der Fahrbahn fahren dürfen. Da bin ich ja mal gespannt!

Überhaupt können "nicht benutzungspflichtige Radwege" (früher: "andere Radwege") eine dauerhafte Lösung sein. Und die ERA stellt an benutzungspflichtige und solche Radwege ohne Benutzungspflicht die gleichen baulichen Anforderungen. Hier gibt es keine Unterschiede mehr. Verankert ist übrigens auch eine "Vorsorge gegen unerlaubtes Parken auf Radwegen". Da musste ich ein wenig schmunzeln.

Viel Zeit des Vortrages wurde auf die "Schutzstreifen" verwendet. Ich halte diese Lösung für gegorenen Blödsinn in Tüten. Autofahrer neigen dazu, bei deren Vorhandensein den Streifen als Fahrmarkierung für ihren rechten Reifen anzusehen. Bei 1,25 Meter breiten "Schutz"streifen (das ist das Mindestmaß und mehr machen Verwaltungen dann auch nicht) bleibt da kein Mindestabstand beim Vorbeifahren an Radfahrern. Nicht wenn diese nicht in der Gosse fahren und dadurch Unfälle durch Dreck oder sich öffnende Autotüren riskieren. Autofahrer, welche trotz "Schutz"streifen einen ausreichenden Abstand beim Überholen einhalten, machen dies auch ohne eine solche Markierung. Alle anderen fühlen sich lediglich ermutigt, den Radfahrer nun erst recht in seinen Bereich zu drängen. Sicher ist das nicht.

Wichtigste Erkenntnis in dem Zusammenhang war: niemand kennt die Sonderregelungen für Radfahrer. Weder sie selbst, noch weniger die Autofahrer. Die Besonderheiten von Benutzungspflichten sind weitgehend unbekannt und führen dazu, dass der motorisierte Verkehr alles was nur ansatzweise nach Radweg aussieht als "benutzungspflichtig" ansieht und dementsprechend im Verkehr agiert. Jeder halbwegs regelmäßige Radfahrer ist sicher auf der Fahrbahn durch Hupen oder Gestikulieren auf den vermeintlichen Radweg hingewiesen worden. Wesentlich wichtiger als alle baulichen Maßnahmen ist also eine Aufklärungskampagne, welche Fahrradfahrer ins Bewusstsein Aller ruft: als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer!

Drei Kernpunkte wurden zu baulichen Maßnahmen noch genannt:
* Besser keine als eine schlechte Radverkehrsanlage!
* Kein Ausklammern von Problembereichen
* Keine Kombination von Minimalelementen
Mit diesen Vorgaben kann man eigentlich alle blauen Schilder in Bad Oeynhausen abmontieren.

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14.07.2009
 
Gedankengänge

Die werden das nicht absichtlich gemacht haben, die Mitarbeiter vom Westfalen-Blatt, aber trotzdem ist deren Fahrradständern so gut wie gar nicht sehr schlecht zu erreichen. Wie man auf dem Bild sehen kann, wurde nämlich direkt davor eine Phalanx von Posterständern aufgebaut, die den Eingang und Fahrradständer zuverlässig abschirmen.

Mal abgesehen davon, dass der Fahrradständer einer dieser unsäglichen Felgenkiller ist, die man sowieso nicht benutzen möchte, ist genau das einer der Gründe warum Bad Oeynhausen (und viele andere Städte) nicht fahrradfreundlich sind. Diese Gedankenlosigkeit mit der agiert wird. Bei Autos denkt jeder instinktiv daran, eine Fahrbahn nicht zu versperren - und sei es nur für ein paar Zentimeter. Fahrräder kommen bei solchen Überlegungen nicht vor.

Dieses Verhalten muß geändert werden, damit mehr Leute auf's Rad umsteigen. Es muß in den Köpfen aller ein selbstverständliches Verkehrsmittel sein und ebenso selbstverständlich müssen die Menschen daran denken, die Park-(und Fahr-)möglichkeiten für dieses Fortbewegunsmittel nicht zuzustellen bzw. den Zugang unnötig zu erschweren.

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11.07.2009
 
AG Sicherheit: Weserstraße hat risikoreiche Stellen

Die aus dem Arbeitskreis "Fahrradfreundliches Bad Oeynhausen" hervorgegangene Arbeitsgruppe Sicherheit hat sich am 07.07.2009 getroffen, um sich einige kritische Stellen in natura anzusehen. Auf dem Plan standen verschiedene Kreuzungsbereiche im Verlauf der Weserstraße.

Ausführlicher ist dies auf der Seite eines Teilnehmers beschrieben. Für Bad Oeynhausen neue Lösung wie z.B. die Einrichtung von Fahrradstraßen wurden diskutiert und als Vorschlag festgehalten. Anfang August werden weitere "Engstellen" in Augenschein genommen.

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09.06.2009
 
Exkursion in und nach Bünde

Bei zunächst bestem Wetter trafen sich etliche Teilnehmer des "Runden Tisches für ein fahrradfreundliches Bad Oeynhausen" am Rathaus II in der Kurstadt, um eine Exkursion nach Bünde zu starten. Herr Schuh, der Fahradbeauftrage der Stadt Bünde, hat sich netterweise angeboten, dne interessierten Bürgern Lösungen und Wege der fahrradfreundlichen Nachbarstadt zu zeigen.

War eine schöne kleine Runde kreuz und quer durch die Stadt, mit touristischen Anteilen und Alltagsverkehr. Ich denke, es haben alle Teilnehmer etwas mitgenommen, das in der Form auch in Bad Oeynhausen verwirklicht werden kann. Etwas mehr gibt es noch bei einem Teilnehmer zu lesen.

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28.03.2009
 
Neue Betreiber für die Radstation in Bad Oeynhausen

Heute war die offizielle Neueröffnung der Radstation in Bad Oeynhausen. Der Handwerks-Service, ein Tochterunternehmen der Kreishanderkerschaft Wittekindsland ist der neue Betreiber der in den alten, aber frisch renovierten Räumlichkeiten des ehemaligen "Radladen" den Unterstellservice für Fahrräder betreibt.

Neben dem kleinen Service für Fahrräder wie Ketten schmieren und defektes Licht reparieren, stehen auch zahlreiche Leihfahrräder zur Verfügung.

Bleibt zu hoffen, dass der Service gut angenommen und genauso ein Renner wie unter dem alten Betreiber wird!

Etwas ausführlicher: hier.

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10.03.2009
 
2. Arbeitskreis "Fahrradfreundliches Bad Oeynhausen"

Heute tagte zum zweiten Mal der aus dem Runden Tisch hervorgegangen "Arbeitskreis für ein Fahrradfreundliches Bad Oeynhausen". Es wurden alte Konzepte vorgestellt und zur Weiterverwendung empfohlen, Kartenmaterial präsentiert und die Polizei gab einen kleinen Überblick über das Unfallgeschehen in Bad Oeynhausen. Letzteres fand ich am interessantesten. Zwar ist Bad Oeynhausen aufgrund der Größe mit Minden zusammen der Laternenträger im Kreis Minden-Lübbecke was die Unfallhäufigkeit angeht, aber in absoluten Zahlen sind ca. 50 Unfälle im Jahr mit lediglich 7 Schwerverletzten deutlich unter dem, was ich erwartet habe. In Bad Oeynhausen ist man auf dem Fahrrad also ziemlich sicher unterwegs. Fühle ich subjektiv zwar anders, aber schön dass es objektiv so ist.

Danach wurde für das weitere Vorgehen beschlossen, kleinere Arbeitsgruppen zu Schwerpunkten zu bilden und in diesen bis zum nächsten Arbeitskreistermin im September Lösungen zu erarbeiten. Dabei handelt es sich um die Themen "Routen und Netzwerk", "Sicherheit" und "Abstellanlagen". In erster Gruppe wird das bestehende touristische und das Alltagsradnetz ausgewertet, Schnittmengen gefunden und Mängel kartografiert. Bei der Sicherheit geht es um die Anforderungen an die bestehende und zukünftige Infrastruktur des Radroutennetzes. Und die Abstellanlagen erklären sich von selbst - es sollen Ballungspunkte herausgearbeitet werden, an den Abstellanlagen sinnvoll installiert werden bzw. die bestehenden auf den Zustand und Sinnhaftigkeit überprüft werden.

Die Termine für die jeweiligen Arbeitsgruppen werden vom Fahrradbeauftragten der Stadt Bad Oeynhausen kurzfristig koordiniert, damit die Arbeit in den Gruppen zügig aufgenommen werden kann.

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10.12.2008
 
Mängelkataster

Eine Aufgabe des letzten Arbeitskreises war die Erstellung eines Mängelkatasters bzw. die Sammlung kritischer Mängel. Als erste Umsetzungsmaßnahme wurde auf dieser Seite ein Forum eingerichtet, in dem man nach Registrierung Mängel erfassen kann. Es besteht die Möglichlkeit die Meldungen durch Bilder zu veranschaulichen. Durch die Gestaltung als Forum lassen sich leicht Ergänzungen und Bearbeitungsstati einpflegen.

Außerdem ist durch das Forum ein unkomplizierter und schneller Gedankenaustausch möglich.

Nachtrag Februar 2009: Leider möchte die Stadt/Verwaltung diese Plattform nicht nutzen, da ein eigenes System auf die Beine gestellt werden soll. Dies ist bis jetzt noch nicht geschehen. Angaben zum Umsetzungsstand wurden nicht gemacht. Wo und in welcher Art das geplante Kataster umgesetzt werden soll, ist ebenfalls unbekannt. Inwieweit die bisher gemeldeten Mängel erfasst wurden und in welcher Bearbeitungsphase sie sich befinden wurde nicht mitgeteilt.

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